Gesteinskörnungen

Naturstein - Das steinerne Fundamt unserer modernen Gesellschaft.

Seit über 5.000 Jahren nutzen Menschen Naturstein zum Bau von Gebäuden oder Verkehrswegen. Diese beachtliche Erfolgsgeschichte hat einen Grund: Naturstein ist eines der am längsten haltbaren Baumaterialen der Welt. Heute wie damals ist der Naturstein Grundstoff für eine Vielzahl von Produkten und tragender Bestandteil der menschlichen Baukultur.

Der Rohstoffbedarf unserer Volkswirtschaft gibt Anlass zum Staunen: Im Laufe seines Lebens benötigt jeder von uns rund 1.000 Tonnen Rohstoffe. Größtenteils handelt es sich hierbei um Massenrohstoffe aus der Bauindustrie.

Naturstein findet heute nicht nur Anwendung im Straßen-, Schienen- und Wasserbau, er spielt auch bei der Gestaltung von Haus und Hof eine tragende Rolle. Viele weitere Produkte des täglichen Bedarfs wären ohne Naturstein nicht vorstellbar. Hierzu zählen z. B. Dämmstoffe, Farben und Lacke, Naturdünger und Erzeugnisse der Pharmazie. 

Basalt

Seinen Namen verdankt der Basalt der Landschaft Basan im Osten Palästinas. Er gehört zur Gruppe der Ergussgesteine, ist vulkanischen Ursprungs und hat eine grauschwarze bis schwarze Färbung. 

Die für das Naturgestein typischen, mehreckigen, oft meterlangen „Basaltsäulen“ entstehen beim (langsamen) Erkalten von Lava. Andere charakteristische Gesteinsausprägungen sind Block-, Platten- und Nadelformen. Im Westerwald, im Siebengebirge und in der Eifel prägen verschiedene Basalte das Landschaftsbild. Basalt ist farbbeständig, äußerst hart und verwitterungresistent, was ihn zum perfekten Baustoff macht.

Im Laufe der Jahrhunderte war Basalt der Werkstoff für eine Vielzahl von berühmten bildenden Künstlern. Deren Meisterwerke sind durch den hohen Härtegrad des Gesteins immer noch vortrefflich erhalten. Heute deckt der Basalt als ökologisches Material einen Großteil des Bedarfes an Zuschlagstoffen für die Bauwirtschaft und für den Straßenbau ab, aber auch im Deich- und Hafenbau ist er unentbehrlich.

Andesit

Der Andesit zählt, wie der Basalt auch, zur Gruppe der so genannten „jungen Ergussgesteine“. Benannt wurde das Vulkanit nach den südamerikanischen Anden. Typisch für das Gestein ist seine schwarze bis dunkelbraune Farbgebung. Andesit bildet mit anderen Erguss- oder Eruptivgesteinen, wie dem Basalt, das Panorama des Siebengebirges. Weitere Vorkommen befinden sich in der Eifel und im Westerwald. Als Schotter oder Splitt ist er beinahe für jede technische Verwendungsmöglichkeit geeignet.

Grauwacke

Bei der Grauwacke handelt es sich um ein Sedimentgestein, das vor etwa 300 Millionen Jahren entstanden ist. Seinen Namen verdankt das Gestein seiner blau-grauen Farbgebung. Der in der Umgangssprache gebräuchliche Begriff „Wacke“ steht stellvertretend für „raues Gestein“. Die größten zusammenhängenden Grauwackegebiete Deutschlands liegen im Bergischen Land und im angrenzenden märkischen Teil des Sauerlandes.

Die Grauwacke ist aufgrund ihrer hohen PSV-Werte (vgl. „Polierwerte“), ihrer exzellenten Rauigkeit sowie ihrer Frost- und Wetterbeständigkeit optimal für den Straßenbau geeignet. Ihre Produkteigenschaften schätzen vor allem die zahlreichen öffentlichen Baulastträger und Bauunternehmen, so dass die Grauwacke einen festen und unverzichtbaren Bestandteil des deutschen Verkehrsnetzes darstellt. Darüber hinaus findet die Grauwacke Anwendung im Beton-, Bahn-, Wasser- und Deponiebau.

Diabas

Diabas ist ein basisches Ergussgestein vulkanischen Ursprungs, das aus dem Erdaltertum stammt. Es gehört zur Familie der Basaltgesteine. Der Diabas kommt unter anderem im Sauerland - wo er wegen seiner Farbe auch „Grüngestein“ genannte wird - und im Westerwald vor.

Zu seinen Eigenschaften gehören der ausgezeichnete Polierwert, seine Frost- und Verwitterungsbeständigkeit und seine hohe Druckfestigkeit. Diabas-Produkte eignen sich, neben dem Einsatz im Straßenbau, hervorragend für den Beton- und Wasserbau.

Gabbro

Gabbro ist ein mittel- bis grobkörniges magmatisches Gestein, dessen Entstehung tief im Erdinneren stattfindet. Es hat eine grauschwarze, gelegentlich auch blaugrüne Farbe. Gabbro findet sich vor allem in der ozeanischen Erdkruste, seltener auch in der Kontinentalen. Er bildet sich durch das langsame Abkühlen basaltischen Magmas in meist mehr als fünf Kilometern Tiefe, wobei oft ausgedehnte Massen Tiefengestein entstehen. Gabbro kommt in Deutschland im Harz, im Odenwald sowie im Schwarzwald vor. Verwendet wird er vor allem als Schottermaterial und Wasserbaustein. Gabbro ist sehr hart und kompakt, seine Eigenschaften eignen sich also vorzüglich für den Einsatz im Straßenbau.

Rhyolith

Rhyolith (griechisch für „Fließstein“) ist ein vulkanisches Gestein, reich an Quarz (Anteile zwischen 20 und 60 %) und in seiner chemischen und mineralogischen Zusammensetzung dem Granit sehr ähnlich. Man bezeichnet es auch als felsisches Gestein. Der Rhyolith hat eine rote, rotgraue oder grauviolette Farbe. Die veraltete Bezeichnung für geologisch alte Rhyolithe ist „Quarzporphyr“. Rhyolith entsteht, wenn Magma im Erdinneren zunächst langsam erkaltet. In der Tiefe bilden sich dann zunächst wenige, aber große Kristalle. Kommt es später zu einem schnellen Aufstieg des Magmas (bei einem Vulkanausbruch), kühlt das verbleibende noch flüssige Magma sehr rasch ab und kristallisiert. Das Rhyolithvorkommen in Deutschland befindet sich im Thüringer Wald, Sachsen (dort vor allem Nordwestsachsen), Sachsen-Anhalt (nördlich von Halle), Saar-Nahe-Senke und im Schwarzwald. Verwendung findet der Rhyolith vor allem als Schotter, Splitt und Pflastersteine.

Oolith

Oolith (aus griech. oon, Ei und lithos, Stein; auch Erbsenstein oder Rogenstein genannt) ist ein Sedimentgestein, das aus kleinen Mineralkügelchen (Ooiden) besteht, die durch ein kalkiges oder toniges Bindemittel verbunden sind. Ooide bestehen vorwiegend aus Kalk, Eisenhydroxid oder Kieselsäure und entstehen in warmem, kalkübersättigtem Wasser mit starker Wellenbewegung. Ausgangspunkt sind kleine Partikel wie z. B. Sandkörner oder Fragmente von Muschelschalen, die durch die Wellenbewegung in der Schwebe gehalten werden und Kristallisationskerne bilden, an denen sich Kalk in Form von Kalzitkristallen ablagert. Sind diese Ooide zu schwer geworden, sinken sie auf den Meeresgrund ab und bilden eine Sedimentschicht, in der sie durch Wasserbewegung gerollt werden. Von Oolith spricht man, wenn sich diese Sedimentschicht zu Gestein verdichtet. Wir verwenden Oolith hauptsächlich als Schotter und Splitt.

Kalkstein

Der Kalkstein ist ein Sedimentgestein, das zum größten Teil aus Kalziumkarbonat besteht. Die meisten Kalksteinvorkommen in Deutschland sind vor Jahrmillionen aus den Skeletten und Schalen im Meer lebender Organismen entstanden. Durch die Auflast jüngerer Sediment-Schichten wurde der Untergrund immer fester und bildete sich im Laufe der Zeit zu festem Gestein um. Kaum ein Gestein ist so universell einsetzbar und hat sich seit so vielen Jahrhunderten bewährt wie der Kalkstein. Eingesetzt im Straßenbau verbessert dieser den Unterbau von Straßen und schafft so ein solides und langlebiges Fundament für den Oberbau. Die hohe Affinität des Kalksteins zum eingesetzten Bitumen erhöht darüber hinaus die Langlebigkeit der Straße. Neben den beiden wohl bekanntesten Einsatzgebieten von Kalk, dem Straßenbau und der Düngeindustrie, findet er Anwendung in der chemischen Industrie, der Farbindustrie, sowie in der Stahlindustrie.

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